Diese Nachricht dürfte Musik in den Ohren geschäftstüchtiger Berater sein: Der Großteil der Anleger hat verstanden, dass man beim Investieren angesichts dauerhafter Minizinsen mittlerweile höhere Risiken eingehen muss, um die gewünschten Erträge tatsächlich zu erzielen. Darauf deutet eine Umfrage von J.P. Morgan Asset Management unter 199 Finanzprofis auf dem FONDS professionell KONGRESS in Mannheim Ende Januar hin.

So sehen 60 Prozent der Befragten bei ihren Kunden ein Wunsch-Ertragsniveau von vier bis fünf Prozent pro Jahr – und, das ist neu, auch die zunehmende Bereitschaft bei Ratsuchenden, dafür vorübergehende Wertschwankungen in Kauf zu nehmen.

Mehrertrag macht mutiger
Je höher der Ertragswunsch, desto höher ist offensichtlich auch die Risikotoleranz. So gaben 18 Prozent der befragten Berater an, dass ihre Kunden Volatilität gut aushalten können, dafür aber höhere Erträge von sechs bis sieben Prozent erwirtschaften wollen.

Der Anteil der Befragten, die ihre Kunden als eher sicherheitsorientiert ansehen, ist derweil gesunken, von 35 Prozent bei der Umfrage aus dem vergangenen Jahr auf 21 Prozent 2018. 

Stete Einkommenströme gefragt
Es bleibt eine Herausforderung, trotz des Niedrigzinsumfelds stabile Renditen zu erwirtschaften. Flexible Multi-Asset-Konzepte erfreuten sich deshalb wachsender Beliebtheit, berichtet J.P. Morgan AM: Mehr als 60 Prozent der Befragten setzen bei ihren Kunden Income-Fonds ein, die regelmäßig Erträge ausschütten. Die meisten Berater bevorzugen dabei Produkte mit einer jährlichen oder quartalsweisen Ausschüttung. (fp)