Vor einer Neuorganisation der Region Zentral- und Osteuropa gibt es noch einen Chef-Wechsel in der Allianz-Gruppe-Österreich. CEO Wolfram Littich, Jahrgang 1959, geht. Er leitete seit 2001 die Allianz Gesellschaften in Österreich. Eine Sprecherin sagte gegenüber FONDS professionell ONLINE, dass Littich auf eigenen Wunsch zurücktrete.

Hintergrund ist eine Restrukturierung der Organisation in Zentral- und Osteuropa, die Littich nicht mehr als CEO begleitet. Die österreichischen Allianz-Gesellschaften sollen zum Jahresbeginn 2018 in die Neuaufstellung der Region einbezogen werden. Österreich soll neues "Flagship" der Einheit werden, die derzeit sieben Länder umfasst und einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro ausweist. Allianz Österreich wird ein Prämienaufkommen von 1,4 Milliarden Euro beisteuern.

Digitalisierung vorangetrieben
Littich hatte vor allem durch eine kräftige IT-Strategie die Versicherungssparten der Allianz in Österreich zu den profitabelsten am Markt gemacht. Die innovative Kern-IT sei "Benchmark und Vorbild in der internationalen Allianz Gruppe", heißt es in der Presseaussendung. Littich übergebe nun an die nächste Generation.

Neuer Vorsitzender soll am 25. August 2017 Rémi Vrignaud (40) werden. Abhängig ist das noch davon, dass die Finanzmarktaufsicht keinen Einwand erhebt so wie von den erforderlichen Beschlüssen des Aufsichtsrats.

Der gebürtige Niederösterreicher war nach dem IBWL-Studiums in Wien und Melbourne ab 2000 im Treasury der Bank Austria tätig. 2001 wechselte er zur Allianz als Assistent Littichs. 2012 wurde er Vorstandsvorsitzender der Allianz-Tiriac SA in Rumänien. "Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen in wenigen Jahren zur Nummer Eins am Markt", heißt es in der Aussendung. Seit 2016 leitete Vrignaud das CEO-Office der Allianz SE. (eml)