Der Vorstandsvorsitzende der Bethmann Bank Horst Schmidt wird eine Auszeit nehmen. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Der neue Konzernvorstand der niederländischen Muttergesellschaft ABN Amro streicht derzeit 60 von 100 Top-Positionen in der Bank. Führungskräfte, deren Stelle nicht betroffen ist, möchten von sich aus innerhalb des ABN-Amro-Konzerns wechseln. Schmidt habe das Unternehmen einen Posten im Ausland angeboten. Doch er habe sich klar dafür entschieden, aus der Bethmann Bank auszuscheiden. Auch bei ABN Amro will er nicht weitermachen.

Schmidt verlässt die Bethmann Bank nach zehn Jahren. Im Bankgeschäft ist der 51-Jährige bereits seit 36 Jahren tätig. Der gebürtige Düsseldorfer begann 1984 im Alter von 16 Jahren bei der West LB, wo er das Wertpapiergeschäft von der Pike auf lernte. Sieben Jahre später wechselte Schmidt zur Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, einem Vorläuferinstitut der Hypovereinsbank (HVB). Als Mitglied des Vorstands der Bethamnn Bank und ihrer Vorgängerinstitute verantwortete er seit 2002 verschiedene Bereiche, darunter Human Resources, strategische Unternehmensplanung, Marketing sowie Product & Sales Management. Seit 2007 ist er Vorstandsvorsitzender der Privatbank.

Zeit für einen Neuanfang
Schmidt wird sich zum 1. Juli 2017 aus der Bank zurückziehen und sich neu orientieren. Er wirke fest entschlossen, sich die Zeit für einen Neuanfang zu nehmen, schreibt die FAZ. Ob er sich eventuell selbstständig machen oder eine Position bei einer anderen Bank übernehmen wird, lässt er offen. Zunächst einmal möchte er einfach einmal Luft holen. (am)