Bei der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim kommt es zu einem überraschenden Wechsel an der Spitze. Wolfgang Leoni, erst seit gut vier Jahren Vorsitzender des Vorstands und bis April 2016 darüber hinaus Chefanlagestratege der Deutsche-Bank-Tochter, verlässt das Unternehmen zum 30. April 2017 in "bestem Einvernehmen“, wie in einer Aussendung informiert wird.

Leonis Nachfolger wird – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden – per 1. Mai 2017 Martin Renker. Der 54-Jährige kommt vom Mehrheitseigner Deutsche Bank und wird dann zusammen mit dem im Februar berufenen Heiner Arnoldi und Henning Heuerding die Geschicke des Geldinstituts lenken. 

Renker ist seit 1978 Mitarbeiter der Deutschen Bank und bringt weitreichende Erfahrungen aus der Vermögensverwaltung sowie langjährige Kenntnisse über das Bankgeschäft in seine neue Funktion mit ein, heißt es in einer Presseaussendung. Bis zuletzt leitete er die Wealth Management Region Nordwest bei der Deutschen Bank und nahm darüber hinaus die Aufgabe als Sprecher der Regionalen Geschäftsleitung Nordwest wahr. Zusätzlich übte er die Funktion des Vice Chairman für Wealth Management Deutschland aus. 2013 übernahm er die bereichsübergreifende Leitung der damals neu geschaffenen Geschäftsregion West der Deutschen Bank und ist seither Mitglied des Management Committee Germany. Bevor er 2007 in die Geschäftsleitung im Private Wealth Management Deutschland, Region Nord berufen wurde, hatte er verschiedene leitende Positionen im Wealth Management der Deutschen Bank in Deutschland wie auch in Asien-Pazifik inne.

Dem scheidenden Vorstandschef Leoni dankt Sal.-Oppenheim-Aufsichtsratsvorsitzender Daniel Kalczynski für dessen exzellente Arbeit: "Unter seiner Führung hat sich das Bankhaus in einem herausfordernden Umfeld sehr gut behauptet. Ihm ist es zu verdanken, dass Sal. Oppenheim in den vergangenen Jahren im quantitativen Portfoliomanagement als eine der führenden Adressen im institutionellen Asset Management positioniert werden konnte." (aa/ps)