17.02. | 2012

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Union Investment: "Gut behauptet im schwierigen Jahr 2011"

Union Investment, die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken hat ihre Bilanzzahlen für 2011 veröffentlicht. Das verwaltete Vermögen belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 170,3 Milliarden Euro gegenüber dem historischen Höchststand des Vorjahrs von 177,4 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern betrug 266 Millionen Euro, der vierthöchste Wert in der Unternehmensgeschichte, so die Gesellschaft. „Wir sind mit dem Geschäftsjahr zufrieden, denn wir haben trotz eines schwierigen Marktumfelds erneut Stabilität bewiesen“, kommentiert Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, das Geschäftsjahr 2011. Im Folgenden finden Leser die vollständige Meldung von Union Investment:

„Nach einem guten ersten Halbjahr führten die Verschuldungskrise der Eurostaaten und die Verwerfungen an den Märkten in der zweiten Jahreshälfte zu einem deutlichen Rückgang des Neugeschäfts. So kam es 2011 zu Nettomittelabflüssen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro (Vorjahr: +8,7 Milliarden Euro). Während das Vermögen in Spezialfonds und in sonstigen Formaten um jeweils 0,3 Milliarden Euro zulegte, flossen aus Publikumsfonds 2,1 Milliarden. Euro ab. ‚Der Rückgang bei den Publikumsfonds entspricht fast exakt den Abflüssen von 2,2 Milliarden Euro aus dem UniOpti4‘, erklärte Reinke. Der Fonds sei, wie erwartet, für viele Anleger aufgrund des im Jahr 2010 ausgelaufenen Steuervorteils nicht mehr attraktiv gewesen.

Erfreulich gestaltete sich hingegen der Absatz bei Mischfonds mit 1,2 Milliarden Euro. Auch Offene Immobilienfonds mit Nettomittelzuflüssen von 537 Millionen Euro und Geldmarktfonds mit 414 Millionen Euro schlugen positiv zu Buche. Hingegen zogen Kunden 797 Millionen Euro aus Aktienfonds ab. Dabei konzentrierten sich die Abflüsse auf vier Monate, nämlich März, August, September und Oktober. ‚Die Anleger haben damit vor allem auf exogene Einflüsse wie die Katastrophe in Japan im Frühjahr und die starken Kursrückgänge an den Börsen ab August reagiert, die durch die Nervosität der Marktteilnehmer aufgrund der Staatsschuldenkrise entstanden‘, führte Reinke aus.

Privatkundengeschäft: 95.000 neue Riester-Verträge
Im Privatkundengeschäft bleibt Union Investment weiterhin mit großem Abstand Marktführer bei fondsbasierten Riester-Lösungen und wertgesicherten Anlagen. In der UniProfiRente konnten im letzten Jahr 95.000 neue Verträge abgeschlossen werden. Der Bestand im Riester-Geschäft beläuft sich nunmehr auf 1,9 Millionen Kunden. Zugleich konnte hier ein Nettoabsatz von einer Milliarde Euro verzeichnet werden. Neue Garantiefondstranchen wurden mit 1,7 Milliarden Euro an Zuflüssen gut angenommen. Rückflüsse aus fälligen Garantiefonds und Gewinnmitnahmen führten unter dem Strich bei wertgesicherten Produkten jedoch zu einem Minus von 442 Millionen Euro. Erfreulich entwickelte sich wiederum das Geschäft mit klassischen Fondssparplänen. Hier wurden über 160.000 neue Verträge abgeschlossen. Der Nettoabsatz in diesem Bereich betrug 561 Millionen. Euro. Die im Jahr 2010 neu aufgelegten Vermögensmanagementkonzepte PrivatFonds trugen 982 Millionen. Euro zum Gesamtabsatz bei. ‚Wir ersetzen seit einigen Jahren in unserem Produktangebot den klassischen Fonds zunehmend durch langfristige Anlagelösungen. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Anleger und bieten ihnen so den größten Mehrwert‘, betonte Reinke. Mit dieser Ausrichtung habe man in den letzten Jahren das Geschäft stabilisieren und auch 2011 ein gutes Gegengewicht zu den Rückflüssen setzen können.

Institutionelles Geschäft als Rückhalt im Neugeschäft
Mit einem Nettoabsatz von 2,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 11,3 Milliarden Euro) ist der institutionelle Bereich weiterhin eine tragende Säule im Neugeschäft. ‚Das gegenüber dem Vorjahr deutlich schwächere Nettomittelaufkommen lässt sich vor allem auf die verschärften regulatorischen Anforderungen an institutionelle Investoren und deren niedrigere Risikobudgets zurückführen‘, sagte Reinke.

Rund ein Drittel der Mittel kam von den 23 im Jahr 2011 neu gewonnenen Kunden, von denen 21 außerhalb des genossenschaftlichen Sektors angesiedelt sind. ‚Besonders punkten konnten wir bei unseren institutionellen Investoren mit unserer Expertise bei Unternehmensanleihen, geldmarktnahen Fonds und Dividendenstrategien mit geringer Volatilität‘, erklärte Reinke.

Nachhaltigkeitsprodukte werden wichtiger
Zunehmende Bedeutung erfährt auch das Thema Nachhaltigkeit. Union Investment verwaltete zum Jahresende 2011 einen Bestand von 4,5 Milliarden Euro in nachhaltigen Anlagen. Damit gehört die Fondsgesellschaft zu den größten Investoren in Deutschland auf diesem Gebiet. ‚Inzwischen beziehen 60 Prozent der institutionellen Investoren in Deutschland das Thema Nachhaltigkeit in ihre Anlageentscheidungen mit ein‘, so Reinke.

Guter Start ins Jahr 2012
Die positive Kapitalmarktentwicklung zu Beginn des Jahres wurde begleitet von einem anziehenden Neugeschäft. So setzte sich bei den Publikumsfonds der Trend zu Mischfonds und Offenen Immobilienfonds weiter fort. Auch Aktienfonds erzielten wieder Nettomittelzuflüsse. Im institutionellen Immobiliengeschäft wurden für drei neue Spezialfonds bereits über 700 Millionen Euro zugesagt.“ (jb)

Ausgewählte Zahlen im Überblick*:

 

2011

2010

Assets under Management

170,3 Mrd.

177,4 Mrd.

Ergebnis vor Steuern

266 Mio.

372 Mio.

Nettoabsatz

-1,5 Mrd.

8,7 Mrd.

  •  davon Spezialfonds

0,3 Mrd.

6,2 Mrd.

  •  davon Publikumsfonds

-2,1 Mrd.

-0,3 Mrd.

  •  sonstige Formate

0,3 Mrd.

2,8 Mrd.

*Quelle: Union Investment

 

 

Quelle:FONDS professionell

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