Wer Portfolioschwankungen reduzieren und dazu noch einen Mehrertrag erzielen möchte, sollte in Märkte abseits des Mainstreams investieren. Dazu rät Uwe Eilers, Geschäftsführer der Frankfurter Vermögen in Königstein/Taunus. Anleger investieren oft in die immer gleichen Aktien und Märkte – also Dax-Titel oder andere Aktienmärkte Westeuropas oder in den USA. "Diese Märkte entwickeln sich oft gleich – sowohl wenn die Kurse steigen als auch wenn sie fallen", sagt Eilers. Das bringe oft ganze Portfolios zum Absturz.

Ein Ausweg kann ein Investment in weniger beachtete, dafür aber aussichtsreiche Märkte sein. "Sofern nur die Portfolioschwankung reduziert werden soll, reicht es aus, wenn man einfach einen marktbreiten Welt-Index auswählt, beispielsweise den MSCI World, und in einen darauf begebenen ETF investiert", sagt Eilers. Wenn neben einer geringeren Portfoliovolatilität auch eine bessere Performance erzielt werden solle, empfehle es sich, einzelne Märkte genauer anzuschauen. "Eine gute Alternative sind zum Beispiel mittelständische Unternehmen", erklärt der Vermögensverwalter.

Viel Bewegung in anderen Ländern
Daneben seien aber auch einige nicht-europäische und -amerikanische Länder interessant. Russland etwa profitiere derzeit von einem steigenden Ölpreis und einer langsamen Erholung der Wirtschaft, und Indien werde langfristig ein deutliches Wachstum erzeugen können. "Als Beimischung könnte auch Vietnam eine interessante Alternative sein. Das Land ist in Asien eines der wachstumsstärksten Länder, die Wirtschaft profitiert von einer weiteren Öffnung gerade auch in Richtung USA und Europa", sagt Eilers. Zu den "vergessenen Märkten" zählt er auch Südafrika und Brasilien. (fp)