Wenn sich an den Märkten erst die Unsicherheit Bahn bricht, kommt es zum Stillstand. Anders gesagt: Die Märkte tendieren dann seitwärts. "Trotzdem wollen Investoren noch echtes Geld verdienen, über die Inflationsrate hinaus. Und das funktioniert", betont Uwe Zimmer, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Fundamental Capital. Voraussetzung ist, dass sich Anleger genau anschauen, welche Einkommensquellen es überhaupt gibt, und sie dann entsprechend nutzen.

Beispiel Anleihen: Wenn die Zinsen steigen, fallen die Kurse. "Was aber bleibt, ist der Kupon, der Investoren einen festen Ertrag auf ihr Kapital sichert", sagt Zimmer. "Reales Geld also, das aufs Konto geht." Bei Aktien sieht es ähnlich aus.

Die breite Masse der Anleger spekuliert zwar auf Kursgewinne. Mit dividendenstarken Titeln lässt sich aber unabhängig vom Auf und Ab der Börsen ein regelmäßiges Einkommen erzielen. "Voraussetzung ist, dass die Unternehmen langfristig in der Lage sind, ihre Dividende zu zahlen", sagt der Vermögensprofi.

Instrumente für mehr Rendite
Mit Beimischungen lässt sich die Rendite steigern. Als Beispiele nennt Zimmer Hochzinsanleihen, Schwellenländeranleihen in lokaler Währung sowie Wandelanleihen. "Ein Weg kann auch sein, Vorzugsaktien von Unternehmen zu kaufen", sagt er. "Kein Stimmrecht, dafür höhere Dividende – so lautet hier der Deal." Eine weitere interessante Beimischung sind Immobilienaktienfonds. "All diese Instrumente stehen für Einkommen auch in Zeiten der Starre an der Börse", so Zimmer. (fp)