Warren Buffett soll einmal gesagt haben: "Warum soll ich die zweitbeste Aktie nehmen, wenn ich die beste haben kann?" Die langfristig besten Aktien zu finden, ist gar nicht so schwierig, wie viele Anleger meinen, sagt Uwe Zimmer, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Fundamental Capital. "Natürlich lässt sich durch intensives Beobachten der Märkte die Spreu vom Weizen trennen. Das nennt sich Analyse oder Research und wird seit Jahrzehnten von den Akteuren am Markt betrieben."

Computer haben heute eine so starke Rechenleistung, dass es großen Investmenthäusern möglich ist, mehr als 300 Millionen Einzeldaten von mehr als 60.000 börsennotierten Unternehmen zu beobachten und zu analysieren. "Und das rund um die Uhr, in Echtzeit", betont Zimmer. "Damit entsteht eine Vergleichbarkeit von Unternehmen weltweit, die es zum ersten Mal ermöglicht, wirklich die besten herauszufinden."

Ein Dutzend Aktien reicht
Profis setzen auf eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Faktoren. Auch das Herdenverhalten an den Märkten spielt eine Rolle bei der Titelselektion: "Wird ein Unternehmen immer wieder positiv besprochen, kann das die Aktien nach oben ziehen", erklärt der Vermögensverwalter. "All diese Punkte zusammen erlauben es, Aktien in eine Rangreihe zu bringen." Ein gutes Aktienportfolio muss nicht Hunderte Titel enthalten, so Zimmer. Es genügen die zehn bis 20 besten Aktien. "Diese Konzentration hat die besten Erfolgsaussichten." (fp)