Infrastruktur- und Energieprojekte, Schifffahrt, Immobilien, Land- und Forstwirtschaft, Kunst, Oldtimer, Musikinstrumente: Die Liste alternativer Anlagen ist lang, und für Privatanleger kann sich ein genauer Blick auf das Feld lohnen. Das sagt Thomas Lenerz, Direktor der Vermögensberatung I.C.M. Independent Capital Management. "Für Vermögensinhaber kann es sich anbieten, einen Teil ihres Anlagevermögens in Alternatives zu allokieren", sagt Lenerz. In der Regel seien dies bis zu zehn Prozent des investierten Kapitals.

Neben Aktien, Renten und Cash halten manche Anleger noch Rohstoffinvestments im Portfolio. "Doch das war es dann oftmals auch mit alternativen Anlagen, um mehr Renditechancen zu wahren", so der Anlageexperte. Dabei fallen alle Investitionen in nicht traditionelle Anlageklassen – also außerhalb von Aktien und Anleihen – sowie die Zuhilfenahme komplexer, nicht traditioneller Strategien in den Bereich der alternativen Anlagen. Privatanleger sollten die ganze Bandbreite nutzen, um eine überdurchschnittliche Rendite zu erwirtschaften, empfiehlt Lenerz.

Immobilien und Private Equity sind interessant
Privatanleger sollten alternative Investments auswählen, deren Mechanismen sie verstehen und deren Marktentwicklung sie zumindest grundsätzlich nachvollziehen können, erklärt Lenerz: "Das können zum Beispiel weltweite Immobilienprojekte sein oder auch Private Equity, also unternehmerische Beteiligungen." Es gelte also, sich mit den alternativen Möglichkeiten des Marktes genau zu befassen und die Investments strategisch auszuwählen, sodass sie zur eigenen Anlagestrategie passen. "Dann ist es möglich, mit Beteiligungen, Immobilien und Co. für einen echten Mehrwert im Depot zu sorgen." (fp)