Anleger tun gut daran, mit Bedacht durch den Technologie-Hype zu navigieren, sagt Richard Clode, Portfoliomanager beim Fondsanbieter Janus Henderson. "Die technologische Konvergenz und das schiere Ausmaß der Innovationen im Technologiebereich werden immer mehr Branchen immer schneller von Grund auf verändern", erklärt Clode. Diese Entwicklung und disruptive Technologien würden unweigerlich zu einem Hype führen – und Anleger sollten sich davor schützen.

Das können sie, indem sie auf Bewertungen achten und überteuerte Bereiche des Technologiesektors meiden: "Gute Anlagechancen mit attraktiven Bewertungen sind reichlich vorhanden", so der Portfoliomanager. Es sei wichtig, zu erkennen, in welcher Phase des Hype-Zyklus sich eine neue Technologie befinde: In der Phase der Verbreitung, der Marktreife oder der gesellschaftlichen Akzeptanz? "Anleger wetten meist auf die Unternehmen, die von anderen disruptiert werden. Wir glauben jedoch, dass Anlagen in den Technologiesektor Anlagen in die Disruptoren sind", sagt Clode.

Risiken sind kleiner, als sie scheinen
Der Portfoliomanager warnt Tech-Investoren vor einem weiteren Risiko: "Angesichts der hoch entwickelten globalen Lieferkette ist der Technologiesektor anfällig gegenüber den jüngsten Handelsspannungen." Auch die fortschreitende Regulierung könne Technologieunternehmen zu schaffen machen. Allerdings könnten diese Risiken am Ende nicht so massiv ausfallen, wie es scheint: Denn zum einen machen die eng verflochtenen Warenströme und Handelsmuster den Technologiesektor zu einem schwer angreifbaren Ziel. Andererseits wollen Verbraucher bei allem Bedürfnis nach Datenschutz auch immer mehr personalisierte Dienste. Ein Paradox, das Anlegern zugutekommen könnte. (fp)