42 Prozent der Deutschen legt keinen Wert darauf, sich bei Anlagefragen von einem Robo-Advisor beraten zu lassen. Das geht aus einer Online-Umfrage der Börse Stuttgart hervor. Sie hatte im Vorfeld der Anlegermesse Invest rund 1.400 Personen interviewt, wie sie sich die Zukunft des Handels vorstellen. In der Umfrage gaben lediglich 33 Prozent der Teilnehmer an, gegenüber einer automatischen Online-Beratung aufgeschlossen zu sein. 22 Prozent der Befragten kennen die Branche und ihre automatisierten Angebote nicht einmal.

Knapp 95 Prozent der Umfrage-Teilnehmer haben bereits Erfahrung im Wertpapierhandel gesammelt, zwei Drittel von ihnen verwalten ihre Anlageprodukte selbstständig. "Auffallend ist, dass viele Anleger gegenüber neuen Entwicklungen in der Börsenwelt noch skeptisch sind", sagt Alexander Höptner, Sprecher der Geschäftsführung der Börse Stuttgart. So zeigen die Befragten generell wenig Interesse an Innovationen wie dem Handel über das Smartphone, Robo-Beratung, Social Trading und automatischen Produktempfehlungen. Nur ein Drittel gab an, diese Möglichkeiten künftig nutzen zu wollen.

Misstrauen gegenüber Kryptowährungen
Bei Kryptowährungen sind sich die Befragten uneins: Während gut die Hälfte nicht bereit ist, in digitale Münzen zu investieren, ist rund ein Fünftel noch unentschlossen. 28 Prozent haben bereits gehandelt oder denken zumindest darüber nach. Die Mehrheit der Anleger wünscht sich verständlichere Produkte und einen unkomplizierten, gebührenfreien Handel, zeigt die Umfrage. "Mit günstigen Produkten, unkomplizierten Formen des Handelns und der Vermittlung von Wissen über die Börsenwelt könnte auch Menschen der Einstieg erleichtert werden, die noch nicht investiert sind", sagt Höptner. (fp)