Nach der jüngsten Börsenkorrektur dürfte es so bald nicht wieder aufwärtsgehen, erwartet der Fondsanbieter Bantleon. "Die Korrektur war nach dem rasanten Kursanstieg der vergangenen zwei Jahre überfällig. Der Vorgang zeigt jedoch, dass momentan wenig ausreicht, um die sportlich bewerteten Kurse ins Wanken zu bringen", sagt Harald Preißler, Chefvolkswirt bei Bantleon. 

Für die nächsten Wochen zeichne sich zudem zunehmender Gegenwind ab. "Dabei ist weniger von einer überhitzenden Konjunktur, sondern von einer Expansionsverlangsamung auszugehen – vor allem in der Eurozone", sagt Preißler. Neben positiven Konjunkturzahlen habe es im Januar bereits negative Überraschungen gegeben, etwa Rückgänge bei den ifo-Erwartungen und den Stimmungsindikatoren der EU-Kommission. "Mit Blick voraus wird sich dieser Trend verstärken. Das Wachstumstempo sollte sich etwas abflachen", erklärt der Chefvolkswirt.

Gift für die Aktienmärkte
Ein langsameres Wachstumstempo reiche indes schon aus, um die Stimmungsindikatoren nach unten zu drücken. Zugleich seien aufkommende Zweifel an der zyklischen Erholung Gift für die Aktienmärkte. "Aus diesem Grund erwarten wir in den kommenden Monaten eine weitere heftige Korrektur", sagt Preißler. Die Anleihemärkte dürften davon allerdings profitieren, erwartet er: "Dreht der Konjunkturtrend nach unten, dämpft dies die Leitzinsängste und die Anleiherenditen sinken." (fp)