In einer Mitteilung vom Freitag fordert die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA (European Banking Authority) die EU dazu auf, Schutzmaßnahmen für Handelsplattformen auszuarbeiten und die Aufsicht über jede einzelne Internetwährung zu gewährleisten, um sicherzustellen, dass keine Individuen "die Integrität einer bestimmten virtuellen Währung und ihrer wichtigsten Komponenten" manipulieren können. In der Zwischenzeit sollten Banken keine virtuellen Währungen kaufen, verkaufen oder halten.

Weltweit haben Aufsichts- und Untersuchungsbehörden die virtuellen Währungen in letzter Zeit verstärkt unter die Lupe genommen. Anfang des Jahres hatte Mt. Gox, einstmals die weltgrößte Bitcoin-Börse, in Japan Insolvenz beantragt. Dem Unternehmen waren 850.000 Bitcoins abhanden gekommen. Die chinesische Zentralbank hatte es Finanzkonzernen im vergangenen Jahr bereits verboten, Transaktionen mit virtuellen Währungen durchzuführen.

Mehr als 70 Risiken
Die europäische Aufsicht nannte mehr als 70 Risiken, die mit diesen Währungen verbunden sind. Darunter befand sich auch der Einwand, dass sie bei Verbrechen und zur Geldwäsche eingesetzt werden könnten. "Basierend auf dieser Einschätzung ist die EBA der Ansicht, dass ein aufsichtsrechtlicher Ansatz, der diese Risiken adressiert, ein umfangreiches Regelwerk erforderlich machen würde, wovon einige Komponenten detaillierter ausgearbeitet werden müssten", erklärte die Aufsichtsbehörde. (dw)