Ministerpräsident Mark Rutte und seine Partei VVD haben die Wahl in den Niederlanden gewonnen. Ruttes Hauptgegner im Wahlkampf, der Rechtspopulist Geert Wilders, ist weit abgeschlagen. "Die Bedrohung, dass Wilders das Land scharf nach rechts rücken und aus der EU führen könnte, ist abgewendet", sagt Blackrock-Kapitalmarktstratege Martin Lück. "Die hohe Wahlbeteiligung von rund 80 Prozent zeigt, dass nach der Präsidentenwahl in Österreich nun zum zweiten Mal in Europa ein Votum zur Verteidigung der Demokratie stattgefunden hat."

Die Marktteilnehmer haben die politischen Risiken in Europa wahrscheinlich überbewertet, sagt Lück. "Sollte auch die Frankreich-Wahl mit dem Ergebnis ausgehen, das wir für wahrscheinlich und wünschenswert halten, nämlich einem Sieg von Emmanuel Macron, dann wären die politischen Hürden beseitigt."

Investoren dürften dann eher auf die attraktiven Bewertungen europäischer Aktien schauen als auf politische Events. "Europäische Aktien würden outperformen. Deshalb haben wir sie schon vor rund drei Wochen auf Übergewichten hochgestuft", sagt Lück. (fp)