Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock warnt seine Kunden vor einem Investment in Europa. Er selbst habe sich aus dem europäischen Aktienmarkt bereits teilweise zurückgezogen: "Wir steuern weg von Gegenden, in denen wir begrenzte Chancen für einen Aufschwung und heftige Risiken für einen Abschwung sehen, wie etwa europäische Aktien", schreiben Blackrock-Analysten in einem aktuellen Kapitalmarktausblick.

Grund für die mahnenden Worte ist die Unsicherheit, die derzeit den europäischen Aktienmarkt fest im Griff hat. Der nahende Brexit, die populistische Regierung in Italien sowie die verheerenden "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich haben dafür gesorgt, dass Blackrock europäische Aktien untergewichtet hat, erklärt Martin Lück, Leiter der Kapitalmarktstrategie für den deutschsprachigen Raum, im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).

USA und Schwellenländer bieten noch Chancen
"Europa war eingelullt von der guten wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre. Zukunftsfähig auch für Krisenzeiten ist Europa aber noch lange nicht", so Lück. Diese Versäumnisse rächen sich nun, da die Zeiten an den Börsen rauer werden. Für das Jahr 2019 prognostiziert der Vermögensverwalter insgesamt ein schwächeres Wachstum für die Weltwirtschaft. Dennoch sieht er auch in diesem Umfeld Chancen: Die Blackrock-Analysten richten ihren Fokus derzeit auf die USA sowie die Schwellenländer. (fp)