Die Bundesbank warnt in ihrem Monatsbericht vom Februar vor immer weiter steigenden Immobilienpreisen in deutschen Großstädten. In den Metropolen hätten die Überbewertungen nochmals zugenommen und lägen gebietsweise inzwischen bei rund 35 Prozent. Die kräftigen Preissteigerungen bei Stadtwohnungen gingen mit deutlichen Mieterhöhungen her: Bei Neuverträgen habe der Zuwachs im Jahr 2017 bei 7,25 Prozent gelegen. In den Großstädten schossen die Neuvertragsmieten sogar um 9,25 Prozent nach oben.

Damit habe die Verteuerung bei der Überlassung von Wohnraum im Berichtsjahr einen neuen Höchststand seit Beginn des aktuellen Nachfragebooms am Wohnimmobilienmarkt erreicht, so die Bundesbank-Volkswirte. Viele Immobilien sind nun überbewertet, was Mietsteigerungen zur Folge hat. Besonders übertrieben seien die Preise in den Großstädten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, München und Stuttgart, erklärt die Bundesbank in ihrem Bericht.

Verteuerung nicht mehr ganz so stark
Trotz des rasanten Immobilienpreisanstiegs in den Städten verteuerte sich Wohneigentum in Deutschland im vergangenen Jahr aber insgesamt nicht mehr ganz so stark. "Von den anders als in den Vorjahren nicht weiter sinkenden Zinsen ging im vergangenen Jahr kein zusätzlicher Nachfrageschub aus", heißt es im Bundesbank-Bericht. Außerdem sei das Angebot noch deutlich größer geworden. Getrieben wurde die Immobiliennachfrage dagegen von der historisch günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt und den guten Einkommensaussichten der privaten Haushalte. (fp)