Die französische Fondsgesellschaft Carmignac sieht für 2018 vermehrt Risiken auf Privatanleger zukommen. "Für das nächste Jahr muss aus meiner Sicht mit einer zyklischen Abschwächung der Weltwirtschaft gerechnet werden", sagte Anlagestratege Didier Saint-Georges nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Er rechnet nicht mit einer Rezession, wohl aber mit einer Verlangsamung des Wachstums, ausgehend vor allem von den USA und China.


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Laut Saint-Georges deuten alle Indikatoren darauf hin, dass der Konjunkturzyklus in den USA seinen Zenit erreicht hat. Die konjunkturelle Hochphase sei durch die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten sowie die angekündigten Steuererleichterungen zwar verlängert worden. Der unvermeidbare Abschwung lasse sich dadurch aber nicht aufhalten.

Privatanleger sollten bei Aktieninvestments vorsichtig sein
Ein Umschichten in Anleihen sei noch nicht zu empfehlen, sagt Saint-Georges. Er rät stattdessen, den Schwerpunkt auf weniger zyklische Aktien zu legen. Bei der Titelauswahl sollten Anleger aktuelle Trends im Blick behalten und nicht blind auf Altbewährtes vertrauen. "Die 'Amazonisierung' weiter Teile der Gesellschaft hat dazu geführt, dass früher defensive Werte wie Einzelhandelskonzerne angreifbarer geworden sind", sagt der Carmignac-Stratege.

Defensiv seien heute Technik-Aktien, von Facebook über Google bis Amazon. Diese Unternehmen wachsen stark, durch Netzeffekte und die Monetarisierung ihrer gewaltigen User-Zahlen. Das macht sie relativ unabhängig vom Konjunkturzyklus. Auch Pharma-Werte mit einer starken Produktpipeline behalten ihren defensiven Charakter in Abschwungphasen, so Saint-Georges. (fp)