Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2018 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,2 Prozent niedriger als im Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das ist der erste Rückgang seit dem ersten Quartal 2015. In der ersten Jahreshälfte 2018 war das BIP noch gestiegen, und zwar um 0,5 im zweiten beziehungsweise 0,4 Prozent im ersten Quartal.

Der leichte Rückgang ist vor allem auf die außenwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen: Nach vorläufigen Berechnungen gab es im dritten Quartal 2018 weniger Exporte, aber mehr Importe als im zweiten Quartal. Aus dem Inland kamen gemischte Signale: Während sowohl in Ausrüstungen als auch in Bauten mehr investiert wurde, gingen die privaten Konsumausgaben zurück. Die staatlichen Ivestitionen indes lagen leicht über dem Niveau des Vorquartals.

Für Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist der leichte Rückgang keine Katastrophe, wie er im Rahmen des Wirtschaftsgipfels der "Süddeutschen Zeitung" erklärte. Im nächsten Quartal dürfte es schon wieder aufwärts gehen. Dennoch zeige der Rückgang, dass der Aufschwung "ein zartes Pflänzchen" sei, um das man sich kümmern müsse. (mb)