Einen Tag nach ihren US-Kollegen kamen die Mitglieder des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) am 14. Juni zusammen. Zinsseitig hatte EZB-Präsident Mario Draghi wenig Neues zu bieten: Der Leitzins bleibt bei null Prozent, der Einlagezinssatz für Geschäftsbanken bei minus 0,4 Prozent. Daran wird sich auch so bald nichts ändern: Die Leitzinsen sollen bis zum Ende des Sommers 2019 auf diesem Niveau bleiben – mindestens! Derart konkret hatte sich Draghi bislang noch nie geäußert. Die Aktienmärkte goutierten die Botschaft: Der Dax vollführte einen Freudensprung, der ihn erstmals seit Ende Januar wieder über die 13.000-Punkte-Marke hievte.

Wesentlich gespannter lauschten Zuhörer, was der EZB-Obere in Sachen Anleihekaufprogramm preisgab: Demnach sollen die Ende 2014 gestarteten und momentan monatlich noch 30 Milliarden Euro betragenden Bondkäufe der Notenbank bis Ende September fortgeführt und dann – bei halbiertem Volumen – bis Ende des Jahres auslaufen. Ab 2019 will die EZB nur noch fällig werdende Bestandsbonds durch neue ersetzen, ihre Bilanzsumme aber nicht mehr weiter aufblähen.

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