Der Fondsanbieter Edmond de Rothschild setzt nach wie vor auf Aktien, insbesondere auf europäische Titel. "Der Aufschwung am europäischen Aktienmarkt dürfte weiter anhalten", sagt Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild. Neben den Unsicherheiten in der Griechenland-Frage und der sich abzeichnenden Verschärfung der monetären Bedingungen durch die Fed sollten sich Anleger aber auch bewusst machen: Die von den Notenbanken in den Markt gepumpte Liquidität sei zum Teil für die aktuell geringe Risikoabneigung der Investoren verantwortlich.

"Anzeichen einer Drosselung der vorhandenen Liquidität – selbst einer schrittweisen – durch einzelne Notenbanken können die Volatilität wieder aufleben lassen", warnt der Anlagestratege. Das Gewicht von Schwellenländeraktien wolle er in seinen Portfolien auch deshalb zurückfahren, erklärt Melman. Dies liege zum einen daran, dass sich die Gewinnrevisionen asiatischer Unternehmen verlangsamen. Zum anderen seien die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich der US-Notenbank Fed ausschlaggebend, die sich negativ auf den Markt auswirken könnten. (fp)