Die Sorge vor einer Überhitzung am US-Aktienmarkt sei unbegründet, erklärt der Fondsanbieter Fidelity. Die starke Performance spiegle sowohl die Erholung der US-Konjunktur, die die Unternehmensgewinne angetrieben hat, als auch die verbesserte Anlegerstimmung vor dem Hintergrund der beispiellos lockeren Geldpolitik der US-Notenbank wider. "US-Aktien sind angesichts dieser kräftigen Kursgewinne zwar mittlerweile nicht mehr günstig, historisch betrachtet aber immer noch recht fair bewertet", sagt Angel Agudo, Fondsmanager des Fidelity America Fund. Von einer Überhitzung oder starken Überbewertung am US-Aktienmarkt könne daher nicht die Rede sein. Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der US-Aktien

von aktuell 19,2 liege nur knapp über dem 30-jährigen Durchschnitt von 18,4.
Ähnliches gelte für das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Die Kennziffer liege mit aktuell 2,6 nur etwas höher als der 30-jährige Durchschnittswert von 2,4. Das KBV sage aber wenig über den Zustand der Bilanzen der US-Konzerne aus, sagt Agudo. Dagegen belege die Kennziffer der Cash-Asset-Ratio, dass die Bilanzen der US-Unternehmen sehr robust seien. Die Cash-Asset-Ratio bei US-Unternehmen ohne Finanzwerte liege im Durchschnitt bei zwölf Prozent. "Sie liegt damit auf einem Rekordniveau und weit über dem langfristigen Durchschnittswert von 6,7 Prozent", sagt Agudo.

Dividenden sind attraktiv
Dividenden seien eine weitere wichtige Bewertungskennziffer. Trotz der starken Kursgewinne liege die aktuelle Dividendenrendite beim S&P 500 dank des starken Dividendenwachstums bei zwei Prozent. "Das ist mehr als zehnjährige US-Treasuries bringen, deren Rendite aktuell bei 1,8 Prozent liegt", so der Fondsmanager. Immerhin 239 Unternehmen aus dem US-Aktienindex S&P 500 schütteten derzeit mehr aus als zehnjährige US-Treasuries abwerfen. Bei 87 Firmen liege die Dividendenrendite deutlich über drei Prozent. (fp)