Der Februar 2015 brachte an den Aktienmärkten praktisch nur Überraschungen. Den höchsten Monatsanstieg produzierten die Fondsmanager, die in russische Titel investieren, ihr Plus lag knapp unter 20 Prozent. Fast ebenso heftig war die Gegenbewegung in Griechenland. Trotz der politischen Verwerfungen zwischen der neuen Regierung des Landes und dem Rest Europas legte der Länderindex fast 17 Prozent zu. Aber auch der Rest der Top-10-Hitparade enthält einige Märkte, die zuletzt eher am unteren Ende des Performance-Rankings unterwegs waren. Dazu zählen die Schweiz, Österreich sowie Zentral- und Osteuropa.

Europäische Märkte halten sich weiter gut
Schon im Vormonat waren etliche europäische Länderfonds positiv aufgefallen und zu einem guten Teil konnten sie diesen Trend beibehalten. Italien und die Niederlande schafften es erneut in die Top 10, Deutschland, Frankreich, Spanien und die Niederlande blieben und den Top 20 (von 63).
Auffällig stark waren zuletzt zudem Australien (+6,83 %), Energie und Neue Energien (6,90 % bzw. 6,86 %) sowie Japan (6,46 %) und Finanzwerte-Fonds (6,42 %).

Ob es Anleger sind, die aus den Rentenmärkten in Aktien flüchten oder ob internationale Investoren auf die belebende Wirkung des arg zusammengestauchten Euro-Kurses setzen, ist dabei offen. Man darf davon ausgehen, dass beide Faktoren eine Rolle spielen. Vor allem für deutsche Aktien unterstellen viele Beobachter, dass dieser Effekt noch weiter anhält. Als exportstärkste Nation profitiert das Land am meisten von einer währungsbedingten Verbilligung seiner Ausfuhrgüter, parallel dazu ist es nicht unwahrscheinlich, dass angesichts der Zinsnot nun auch immer mehr private Anleger den Aktienmarkt entdecken.

Weiterhin sehr gut lief auch im Februar die Gruppe "Gesundheit/Pharma/Biotech". Der Top-Performer der letzten Jahre lag zwar im Monatsvergleich nur auf Rang 33, der Gewinn lag aber neuerlich deutlich über fünf Prozent, womit binnen der ersten zwei Monate 2015 rund 12,7  Prozent Plus zu Buche stehen – damit dürfte kaum jemand unzufrieden sein.

Sieht man sich an, wie es südlichen Ende des Rankings aussieht, findet man da einmal mehr die Türkei, die in diesen Monatsvergleichen traditionell entweder ganz oben oder eben wie zuletzt ganz unten stehen, im Zwölf-Monats-Rückblick weist diese Fondsgruppe aber immer noch ein Plus von rund 60 Prozent (!) und damit mehr Ertrag als jeder andere Region oder Branche auf. Dominiert wird die Liste der Monatsverlierer von Schwellenländern (Indien, Brasilien) und südostasiatischen Märkten (Thailand, Hongkong und Singapur).
Insgesamt war der Monat Februar für die Aktienfondsanbieter und ihre Kunden ein guter Monat. Nur fünf von 63 Gruppen beendeten ihn mit  Verlusten und diese fielen mit Ausnahme der Türkei (-5,82 %) durchwegs erträglich aus.

Über das FONDS professionell Fondsbarometer
FONDS professionell bringt seit Juli 2014 monatlich das FONDS-professionell-Fondsbarometer – eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indizes gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus wird ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" haben und welche unter Kursverlusten leiden. Damit daraus eine brauchbare Information wird, zeigt die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten haben – 1 Monat, 3 Monate, seit Jahresbeginn (YTD), 1 Jahr, 3 Jahre und 5 sowie über 10 Jahre, sofern die Daten für letzteren Zeitraum vorhanden sind. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse sind farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheint Anfang April.