Das Image geschlossener Fonds ist zwar katastrophal schlecht. Ihnen wird nachgesagt, Geldvernichtungsmaschinen zu sein. Allerdings scheint der miese Ruf zu unrecht zu bestehen. Denn seit einiger Zeit fallen wie berichtet Käufer auf, die Anteile an attraktivten Fonds deutlich unter ihrem Welt erwerben wollen. Jetzt hat die Fondsbörse Deutschland ihre Anlegerwarnung wiederholt. Bei einer Vielzahl der vermeintlich guten Offerten handele es sich um "unseriöse Lockangebote" unterhalb der Zweitmarkt-Preise. "Es drohen erhebliche Vermögensschäden", warnt Fondsbörse-Vorstand Alex Gadeberg.

Im vergangenen März lief das Geschäft auf dem Zweitmarkt überdurchschnittlich gut. Es wurden 562 Fondsanteile mit einem Nominalvolumen von 24,9 Millionen Euro gehandelt. "Der März war einer der stärksten Monate der letzten Jahre", berichtet die Fondsbörse. Ausschlaggebend dafür sei das hohe Handelsaufkommen bei den Immobilienbeteiligungen gewesen. Auf sie entfielen 19,7 Millionen Euro, die in 403 Transaktionen bewegt wurden.

Erfreulich für die Verkäufer ist die Kursverbesserung. Die Immobilienportfolios erreichten im März einen Durchschnittskurs von 85,5 Prozent und bestätigen damit laut Fondsbörse ihren "Aufwärtstrend“. Auf dem gesamten Zweitmarkt lag der durchschnittliche Handelskurs bei 75,12 Prozent und damit ebenfalls "über den langfristigen Mittelwerten“. Unterdessen meldet die Deutsche Zweitmarkt AG, eine Tochtergesellschaft der Fondsbörse, dass ihr "Deutscher Zweitmarktindex für geschlossene Immobilienfonds" (DZX-I) am 23. März 2018 ein neues Allzeithoch erreicht hat. Der Index klettert seit 2015 kontinuierlich nach oben. (ae)