Asien ist momentan die aufregendste Region unter den Schwellenländern, sagt Carlos von Hardenberg, Portfoliomanager und Emerging-Market-Experte der US-Investmentgesellschaft Franklin Templeton. "China, Südkorea, Indien, Taiwan oder auch Indonesien bieten eine Reihe von Chancen", so von Hardenberg. Einzelne Gelegenheiten seien aber auch in anderen Emerging Markets zu finden, etwa in Russland. "Das Land ist am Markt vor kurzem in Ungnade gefallen. So etwas eröffnet Chancen bei ausgewählten Unternehmen", erklärt der Fondsmanager. 

Grundsätzlich geht er davon aus, dass die seit dem Jahr 2016 laufende Erholung der Emerging Markets im Jahr 2018 weitergehen wird. Grund dafür seien vor allem die Entwicklungen in asiatischen Schwellenmärkten. Anlage-Topthemen seien Technologie und Konsum, sagt von Hardenberg: "Die Gewichtung von IT-Titeln und Konsumunternehmen im Aktienindex MSCI Emerging Markets nehmen stetig zu."

Grenzmärkte: Chancen von morgen
Wer sich schon einmal auf die Suche nach Chancen für morgen und übermorgen begeben möchte, sollte sich in Grenzmärkten rund um den Globus umsehen. "In Afrika, Asien und Lateinamerika finden sich viele Gelegenheiten für Anleger mit langfristigem Horizont", sagt von Hardenberg. Titel aus diesen Ländern eigneten sich für Investoren mit einem Zeithorizont von mehr als fünf Jahren. (fp)