Griechenlands Wirtschaftslage hat sich deutlich verbessert – in den Aktienkursen ist diese Entwicklung aber noch nicht eingepreist. Darauf weist Christos Arbaras hin, Vorstand von Anodos Asset Management. "Trotz einer mit 25 Prozent sehr guten Entwicklung im vergangenen Jahr ist die Athener Börse immer noch rund 85 Prozent von ihren Allzeithochs entfernt", sagt er. Setzt die griechische Wirtschaft ihren Erholungskurs fort, dürften die Kapitalzuflüsse steigen und in der Folge auch die Aktienkurse.

Die ermutigenden Wachstumsraten, Griechenlands Rückkehr an die internationalen Kapitalmärkte, Privatisierungsfortschritte und der boomende Tourismus liefern Grund zum Optimismus, sagt Arbaras. "Viele Unternehmen im griechischen Leitindex ASE haben ihre Bilanzen entschuldet und die Nettoerträge gesteigert", erklärt er. "Außerdem dürfte der griechische Aktienmarkt mittel- und langfristig von der Neubewertung des Länderrisikos durch die Ratingagenturen profitieren."

In Athen besser aktiv bleiben
Anlegern rät Arbaras zu einem aktiven Investment. "Die Klumpenrisiken passiver Investments dürfen nicht außer Acht gelassen werden", mahnt er. So haben in einem Griechenland-ETF eines großen Anbieters allein die drei größten Werte ein Gewicht von knapp 43 Prozent. "Small Caps und andere Investmentopportunitäten mit hohem Steigerungspotenzial werden in Indexfonds nicht berücksichtigt", kritisiert Arbaras. (fp)