Der Beteiligungsmarkt bleibt im Vorwärtsgang. Das ist das Ergebnis der "Marktstudie" des Analysehauses Dextro über die Produktpläne der Emissionshäuser. In die Erhebung flossen die Angaben von 41 Anbietern ein. Sie planen 2017 insgesamt 73 Produkte mit einem kumulierten Investitionsvolumen in Höhe von 5,8 Milliarden Euro.

Von Investoren erwarten sich die Emittenten rund 3,4 Milliarden Euro Eigenkapital. Es sei nach einem guten Jahresstart ein positiver Trend zu verzeichnen, meint Dextro, übersieht dabei aber, dass die Erwartungen tatsächlich schrittweise nach unten angepasst werden.

Denn im Vergleich zum Vorjahr sind die Anbieter deutlich zurückhaltender – jedenfalls, wenn es nach den Dextro-Studien geht. Für 2016 hatte das Analysehaus wie berichtet zunächst 54 Publikums-AIF mit 2,3 Milliarden Euro Emissionvolumen und 21 Vermögensanlagen, die 1,9 Milliarden Euro bei Anlegern locker machen sollen, angekündigt. Außerdem sollten 24 Spezialfonds mit einem geplanten Platzierungsvolumen von drei Milliarden Euro ins Rennen gehen. Das damals angekündigte Emissionsvolumen betrug in Summe also 6,7 Milliarden Euro.

Laut Dextro sind zurzeit "nur" 39 Publikums-AIF, 19 Spezialfonds und 15 Produkte nach dem Vermögensanlagengesetz geplant. Die Retailfonds sollen etwa 1,1 Milliarden Euro Anlegerkapital einspielen und in Summe rund 1,8 Milliarden Euro veranlagen. Investitionsschwerpunkt sind erwartungsgemäß Immobilien vorzugsweise im Inland und zu einem kleinen Teil im Ausland. Bei den geplanten Spezialfonds stehen Portfolioinvestments an vorderster Stelle, gefolgt von Immobilien im In- und Ausland. (ae)