Die seit Jahren in Gründung befindliche BfG erhält nun eine Finanzspritze von außerhalb: Die deutsche Ethikbank GLS beteiligt sich "mit bis zu einer Million Euro", heißt es bei der österreichischen BfG. FONDS professionell ONLINE berichtete unlängst über den möglichen Einstieg.

Die deutsche Ethikbank werde rund 20 Prozent an der noch einzurichtenden Aktiengesellschaft halten, sagt eine Sprecherin. GLS ist bis jetzt als Genossenschaftlerin über einen größeren Genossenschaftsbeitrag an der BfG beteiligt.

Die BfG will im ersten Halbjahr 2018 ein eigenes Konto ("Gemeinwohlkonto") anbieten – vorbehaltlich der Zustimmung der österreichischen Finanzaufsichtsbehörde FMA. Der Antrag für die kleine Banklizenz sei fertig und werde bald offiziell eingereicht. In Kooperation mit der GLS wolle man später auch ethische Fonds anbieten, hieß es in einem Gespräch unlängst.

Langsamer Ausbau
Die ethische Genossenschaftsbank wächst langsamer, als von den Organisatoren erwartet. Zum Beispiel hatte die BfG einst schon für 2017 eine Vollbanklizenz angepeilt. Von den rund zwölf Millionen Euro Kapital, die man dafür braucht, sind erst 3,8 Millionen eingesammelt worden. 2020 oder 2021 steht nun als neues Ziel in Aussicht.

"Diese Kooperation bringt, abgesehen vom höchsten Kapitalzufluss in der Geschichte der Genossenschaft, einen Zusammenschluss von Know-How und Erfahrung im ethischen Banking", sagt Genossenschaftsvorstand Peter Zimmerl.

Die GLS-Bank sieht sich als größte sozial-ökologische Bank Deutschlands. Sie hat laut Aussendung mehr als 46.000 Mitglieder und eine Bilanzsumme von 4,6 Milliarden Euro. Bei der 2014 an den Start gegangenen BfG sind 5.300 Genossenschafter mit einem Gesamtkapital von 3,8 Millionen Euro beteiligt. Genossenschaftsanteile können ab 200 Euro gezeichnet werden.  (eml)