Der Haushaltsplan von US-Präsident Donald Trump bekommt Gegenwind von der Wall Street. "Ich denke, es ist sehr gewagt, mehr brennbare Flüssigkeit in ein Feuer zu schütten, das bereits brennt", sagte Goldman-Sachs-Vorstand Lloyd Blankfein gegenüber Bloomberg. Er selbst hätte anders gehandelt als Trump.

Trumps Haushaltspläne bekommen wegen seiner zuvor abgesegneten Steuerreform eine besondere Brisanz. Die niedrigeren Steuern für US-Unternehmen könnten die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten an den Rand der Überhitzung und den Schuldenstand in die Höhe treiben, warnen Finanzexperten. Im Rahmen des Haushaltsplans kommt nun noch ein Infrastrukturprogramm mit einem Volumen von 1,5 Billionen US-Dollar oben drauf.

Nicht verrückt, aber vielleicht falsch
Ökonomen weisen darauf hin, dass die ohenhin florierende US-Wirtschaft weitere Stimuli gerade gar nicht nötig hat, so die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Eine noch expansivere, auf Schulden basierende Finanzpolitik ist eigentlich überflüssig. Blankfein legte denn auch noch einmal nach: "Das ist eine riskante Sache. Denke ich, dass das verrückt ist? Nein. Falsch? Wir werden sehen." (fp)