Die Hamburger CDU will die Hansestadt als "Innovationsmetropole" voranbringen und setzt dabei auf eine eigene Digitalwährung. Die Politiker wollen die Blockchain-Technologie stärken, meldet das "Hamburger Abendblatt". Dabei bietet sich laut dem Digitalwirtschaft-Sprecher der CDU, Carsten Ovens, auch die Einführung einer lokalen Kryptowährung an.

Die "Hamburg Coin" hätte wohl in erster Linie Marketingcharakter. Man soll damit in der Hansestadt aber auch bezahlen können. In Hamburg gibt es bereits mehrere Geschäfte, in denen es generell möglich ist, mit digitalen Münzen zu bezahlen. "Da die Zahl der Coins in der Regel limitiert ist, steigt der Wert bei Nachfrage. Wer also Hamburg Coins hält, kann eventuell auch eine Wertsteigerung erleben", so CDU-Politiker Ovens gegenüber dem "Abendblatt".

Behörden haben Bedenken
Die Hamburger Finanzbehörde sieht den Vorstoß der CDU kritisch. Die Stadt könne aus rechtlichen Gründen keine eigene Währung einführen, so ein Sprecher. Daneben kritisiert die Finanzbehörde den hohen Energieverbrauch beim Erzeugen von Krypto-Coins und weist außerdem darauf hin, dass Globalität ein Hauptmerkmal von Kryptowährungen darstellt. Die CDU verweist ihrerseits auf lokale Digitalwährungen in Städten wie Berkeley und Seoul. (fp)