Carola von Schmettow, Deutschlandchefin der Großbank HSBC, hat nicht viel Vertrauen in Fintechs. Ihrer Ansicht nach dürfte deren Zahl in den kommenden Jahren deutlich schrumpfen. "Das große Fintech-Sterben wird noch kommen", prophezeite von Schmettow nach einem Bericht von Reuters auf der "Euro Finance Week" in Frankfurt. Momentan gibt es in Deutschland rund 700 Fintechs. "Nur einige wenige Große werden überleben", sagte die HSBC-Managerin.

Von Schmettow zog Parallelen zur Biotechnologie-Branche. Dort wurden in den vergangenen Jahren viele kleine Player von großen Konkurrenten geschluckt. Ähnlich könnte es auf dem Fintech-Markt laufen. Das muss indes nicht schlecht sein: Durch Übernahmen lässt sich die Flexibilität und Innovationsfreude kleiner Unternehmen mit der Stärke von Konzernen vereinen.

90 Prozent werden scheitern
Die HCBS-Chefin ist nicht die einzige Fintech-Skeptikerin. Auch der Investor J. Christopher Flowers, Gründer von J.C. Flowers & Co., rechnet mit einer Konsolidierungswelle. Rund 90 Prozent der Finanz-Start-ups werden scheitern, sagte er im September auf einer "Handelsblatt"-Tagung. "Neun Prozent werden in Partnerschaften mit etablierten Finanzhäusern erfolgreich sein, und ein Prozent wird die Welt verändern." Diese durchwachsene Prognose hält Flowers indes nicht davon ab, selbst in Fintechs zu investieren. (fp)


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