Der Diesel-Skandal hat das Vertrauen deutscher Anleger in die heimische Autoindustrie offenbar nachhaltig beschädigt, meldet Legg Mason. Das zeige eine Umfrage, die der Fondsanbieter im August unter 665 Anlegern durchgeführt hat. Darin geben rund 80 Prozent der Befragten an, dass sie sich um die deutsche Autoindustrie Sorgen machen. Auch das Vertrauen in Auto-Aktien schwindet demnach: 31 Prozent der befragten Anleger sind der Meinung, dass die Kurse deutscher Autohersteller entweder kurzfristig unter Druck kommen oder langfristig Schaden nehmen werden.

Kritisch bewerten die in der Umfrage befragten Anleger vor allem das, was bislang hinter verschlossenen Türen hinsichtlich der Abgasregelungen ausgehandelt wurde: Mehr als ein Drittel missbilligt die Verquickungen zwischen Autoindustrie und Politik, über die die Medien berichten. 36 Prozent der Befragten glauben, dass die entsprechenden Vorgänge der deutschen Wirtschaft langfristig schaden werden.

Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum
Weitere 18 Prozent gaben an, dass die Herausforderungen der deutschen Automobilindustrie das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland schwächen werden. "Der Diesel-Skandal hat einen Vertrauensschaden ausgelöst. Industrie und Politik sind gleichermaßen aufgerufen, das Thema schnellstmöglich aufzuarbeiten und die Entwicklung alternativer Antriebe effektiv voranzutreiben", sagt Klaus Dahmann, Niederlassungsleiter und Länderchef für Deutschland und Österreich bei Legg Mason. (fp)