Nachdem die im Januar begonnene Aktienmarkt-Korrektur sich im März fortgesetzt hat, wird der April an den Börsen nun besonders im Zeichen der anstehenden Quartalsberichte stehen. Das erwarten Christoph Bruns und Ufuk Boydak, Portfoliomanager beim Fondsanbieter Loys. "Sollten die Unternehmen ihren zuletzt gezeigten Schwung beibehalten können, dann steht einer Fortsetzung der neunjährigen Börsenhausse wenig im Wege", sagt Bruns. 

Zeichen einer Plateaubildung bei Profitabilität und Wachstum könnten jedoch als Signale einer sich dem Ende zuneigenden Hausse verstanden werden. Im März hatte die hohe Bewertung einiger Aktien aus dem Internetsektor bei Anlegern für Skepsis gesorgt. Dies betraf vor allem im US-Technologieindex Nasdaq gelistete Unternehmen. Bei Facebook sorgte zudem ein Datenskandal für einen medialen Aufschrei, der den Aktienkurs innerhalb eines Monats um neun Prozent nach unten rauschen ließ. Auch der Titel des Elektroauto-Herstellers Tesla kam unter die Räder.

Aktien sind ohne Alternative
Allen Sorgen um das Ende der Hausse zum Trotz sind Aktien nach wie vor das Maß der Dinge sagt Loys-Fondsmanager Boydak: "Die anstehende Dividendensaison indiziert einmal mehr, dass Aktien angesichts der historisch niedrigen Zinsen auf absehbare Zeit zumindest in Europa ohne attraktive Alternative sind." (fp)