Die Koalitionsverhandlungen in Berlin sind in vollem Gange. Dabei werden zwei wichtige Punkte wieder einmal außen vor gelassen, kritisiert Loys-Fondsmanager Christoph Bruns: die Themen Abgabenentlastung und geförderte Aktienanlage. Stattdessen diskutieren Union, FDP und Grüne vor allem über Zweitrangiges wie Energiewende, Euro-Rettung und Flüchtlinge. Die Parteien setzen damit falsche Schwerpunkte, sagt Bruns.

Die Bundesbürger sollten sich auf steigende Staatsausgaben und damit wohl auch steigende Steuern gefasst machen, warnt der Starmanager. "Das wird ihnen nicht schwer fallen, denn sie sind derlei ja seit Jahrzehnten gewohnt, unabhängig von der jeweiligen Regierungskoalition", sagt er. Bruns geht davon aus, dass die neue Regierung unter anderem die Steuer auf Dieselkraftstoffe deutlich anheben wird.

Aktionäre sind die Rendite-Elite
Anleger sollten weiterhin Anleihen meiden und stattdessen auf Aktien setzen, rät der Loys-Manager – auch ohne staatliche Förderung von Aktienbesitz. "Wie sich in den vergangenen 13 Jahren seit Start der Loys AG gezeigt hat, war es klug und weitsichtig, nicht zur großen Mehrheit der Zinssparer zu gehören", sagt er. "Aktienanleger stellen zwar nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung dar, dürfen sich aber über angemessene Wertentwicklungen freuen." (fp)