Die Märkte scheinen derzeit an einem Wendepunkt zu stehen, erklärt der Fondsanbieter MFS: "Investoren müssen sich überlegen, ob sie trotz der fehlenden Wachstumsimpulse einer Trump’schen Wirtschaftspolitik weiter an die Reflation glauben wollen." Der Reflationsoptimismus hat in den vergangenen Wochen deutlich nachgelassen, denn US-Präsident Donald Trump hat die Hoffnungen auf eine zügige Umsetzung seiner Konjunkturprogramme nachhaltig enttäuscht. Zudem ist die Weltwirtschaft seit Mitte des Jahres 2016 stärker gewachsen, während die USA zurückgeblieben sind. 

Die US-Konjunktur steht nach Einschätzung der MFS-Analysten zwar nicht auf Messers Schneide. Der Optimismus nach der US-Wahl sei aber vielleicht doch etwas zu überschwänglich gewesen, die Erwartungen zu hoch.

Künftig dürften die Märkte nicht mehr vom Wachstum der US-Wirtschaft, sondern von der Weltwirtschaft getrieben werden, so die Erwartung: "Aus unserer Sicht wird die Weltwirtschaft das Wachstum der letzten Jahre halten oder sogar leicht übertreffen", heißt es dazu.

Weltwirtschaft auf gutem Weg
Höhere US-Staatsausgaben dürften noch etwas länger auf sich warten lassen. Deshalb dürften künftig vor allem die stetigen – wenn auch unerwarteten – Wachstumsimpulse aus China der Industrieproduktion und dem Außenhandel weltweit Auftrieb geben, erwartet MFS. All das spreche dafür, dass die Weltwirtschaft weiterhin stetig, aber langsam wächst, die Inflation nicht zu sehr steigt und die Rahmenbedingungen für risikoreiche Anlagen wie Aktien und High-Yield-Anleihen recht gut bleiben. (fp)