Die Asset-Manager von Flaskamp Invest sehen drei Gründe dafür, dass die Volatilität am Aktienmarkt hoch bleibt. Sie fassen diese unter dem Akronym "ZIP" zusammen: Zinsen, Inflation, Protektionismus. "Wobei der Protektionismus derzeit wohl am schwersten wiegt. Denn der Handelsstreit eskaliert langsam", sagt Christian Exner, Mischfonds-Manager bei Flaskamp. Die Strafzölle der USA auf Stahl, Aluminium und bald womöglich auch Autos aus der Europäischen Union verunsichern Anleger.

Die Aktienkurse dürften vor diesem Hintergrund weiterhin stark schwanken. Das muss allerdings kein Nachteil für Investoren sein, betont Exner. "Volatilität bietet auch Chancen zum Einstieg." Solide Unternehmen werden in einem volatilen Marktumfeld mitunter zu Unrecht in Mitleidenschaft gezogen. Das kommt Value-Investoren zugute, so der Fondsmanager. "Wir nutzen die Situation für unseren global anlegenden Mischfonds zum Aufbau neuer Investments."

Stabile Perlen statt internationaler Konzerne
Exner fokussiert sich jetzt bei US-Investments auf Titel aus der zweiten und dritten Reihe. "Zum einen sind hier viele Unternehmen noch nicht so heiß gelaufen wie zum Beispiel die Technologieaktien des Nasdaq. Zum anderen lassen sich zum Teil bisher unentdeckte Perlen mit belastbarem Wachstumspotenzial und krisenresistenten Geschäftsmodellen finden, die zudem unberührt von internationalen Handelskonflikten sind", erklärt er. (fp)