Die Privatbank M.M.Warburg hat ihre Wachstumserwartungen für die Eurozone nach unten geschraubt: Sie geht für das Jahr 2018 nun von einem Wachstum von 2,1 Prozent aus statt wie bisher 2,4 Prozent. Noch deutlicher fällt die Revision für Deutschland aus: Für 2018 erwarten die M.M.Warburg-Strategem nun eine Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes von nur noch 2,2 statt von 2,7 Prozent. 

Seit Jahresbeginn steckt Sand im Getriebe des europäischen Konjunkturmotors. Sah es zunächst danach aus, als ob es sich nur um eine temporäre Konjunkturabschwächung handelt, ist bis zuletzt leider keine Besserung festzustellen. Im Jahr 2017 war in der Eurozone noch das stärkste Wachstum seit 2007 verzeichnet worden – dieser Trend ist nicht mehr intakt. Aktienanleger sollten Europa-Aktien deshalb nicht grundsätzlich den Rücken kehren – sich allerdings stärker in den USA engagieren.

US-Wirtschaft floriert
Denn dort sieht es deutlich besser aus als in Europa. Nach einem vergleichsweise schwachen Jahresstart haben sich zuletzt fast alle wichtigen Wirtschaftsdaten verbessert. Nicht zuletzt die US-Steuerreform sorgt für gute Stimmung und vollere Kassen, hinzu kommen weitere expansive fiskalpolitische Maßnahmen. "Diese günstigen Rahmenbedingungen werden unseres Erachtens noch eine ganze Zeit anhalten", erklärt M.M.Warburg dazu. Die Privatbank hat ihre Wachstumsprognose für die USA von bislang 2,6 Prozent auf 3,0 Prozent nach oben korrigiert. (fp)