Die Wahrscheinlichkeit für Marktschocks ist gestiegen, warnt der Fondsanbieter NN Investment Partners. Zwar dürften die großen Aktienmärkte weltweit in der zweiten Jahreshälfte 2018 weiter steigen. "Da die Weltwirtschaft jedoch in eine Konsolidierungsphase eingetreten ist, nimmt das Aufwärtspotenzial ab, und die Aktienmärkte werden gleichzeitig sensibler auf Abwärtsrisiken reagieren", sagt Willem Verhagen, Senior Economist bei NN Investment Partners.

Potenzielle Gründe für eventuelle Korrekturen in der zweiten Jahreshälfte gibt es zuhauf: Geld- und Fiskalpolitik sowie andere politische Risiken, die Entwicklung des US-Dollars oder ein steigender Ölpreis. Zudem sind die genannten Risiken zunehmend miteinander verknüpft. "Die gute Nachricht ist, dass wir zuversichtlicher sind, dass die Weltwirtschaft sich in Richtung eines besseren Gleichgewichts bewegt hat. Da sie nun aber in eine Konsolidierungsphase eingetreten ist, gibt es weniger Raum dafür, dass die künftige Wirtschaftsentwicklung zu bullishen Reaktionen führt", sagt Verhagen.

Anleger sollten auf der Hut sein
Das muss nicht unbedingt eine schlechte Nachricht für die Märkte sein, die Erträge können weiter attraktiv sein, wenn das Wachstum im Trend bleibt und sich die Produktivität verbessert. Allerdings müssten Anleger sich im Klaren darüber sein, dass die Märkte korrekturanfälliger werden. (fp)