Nachdem George Soros seinen Bestand an US-Aktien im vierten Quartal abgebaut hat und rund zwei Milliarden US-Dollar von US-amerikanischen Aktien in europäische und asiatische Aktien verlagerte, schlägt nun auch Nobelpreisträger Robert Shiller einen ähnlichen Kurs ein. In einem Interview mit CNBC am Mittwoch (siehe im Anschluss) hat der Yale-Professor und Mitbegründer des Case-Shiller Index bekanntgegeben, dass er seine Investments in Aktien umschichten will – vom US-amerikanischen zu zum italienischen und spanischen Aktienmarkt. "Ich überlege zurzeit, mich etwas von den Vereinigten Staaten zu distanzieren", sagt Shiller. "Europa ist um einiges preiswerter."

Zwar ist Shiller nicht spezifisch auf die Indizes eingegangen, aber es ist nicht zu übersehen, dass spanische und italienische Aktien seit der Finanzkrise gegenüber ihren US-Pendants schlechter abgeschnitten haben. Der italienische FTSE MIB Index und der spanische IBEX 35 haben – verglichen mit der 170-Prozent-Rally im S&P 500 index – seit 2009 lediglich einen Zuwachs von 40 Prozent verzeichnen können (siehe Chart).

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Wegen der niedrigen Zinsen kämpfen viele Investoren verzweifelt um Renditen, was einen Preisanstieg bei US-Aktien zur Folge hat und sie für Privatanleger sehr teuer macht. Welche Möglichkeiten bieten sich also dem Normalbürger? Shiller erklärte im CNBC-Interview, dass die Menschen mehr darauf achten sollten, sich Geld für ihre Rente anzusparen als Träumen von überdurchschnittlichen Renditen hinterher zu jagen. "Ich glaube, die meisten Menschen sind sich noch nicht bewusst, dass ihre Rente nicht ganz einfach sein wird, wenn sie nicht mehr sparen." (aem)