Hohe Bewertungen an den Aktienmärkten bereiten europäischen Anlegern momentan am meisten Kopfzerbrechen, dicht gefolgt von der Entwicklung der Geldpolitik. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Fondsanbieters Pimco unter 70 Anlegern aus Europa. Angesichts der beiden Sorgen-Themen gaben die Befragten an, die Erhöhung der Allokationen in flexiblen Anlageansätzen zu planen, beispielsweise in auf die absolute Rendite ausgerichteten Anleihestrategien und dynamischen Multi-Asset-Strategien.

"Der Wunsch nach Flexibilität passt zur Prognose, dass Anleger beginnen sollten, sich auf die bevorstehenden Risiken vorzubereiten", sagt Ryan Blute, Leiter Pimco EMEA Global Wealth Management. Zudem wollten viele Anlegern nun Portfoliorisiken aktiv verringern. "Dazu sehen wir zwei Möglichkeiten: Absolute-Return-Strategien mit geringer Volatilität sowie Kernanleihestrategien", sagt Blute. Letztere sollten sich besonders auf US-amerikanische Titel konzentrieren: "US-Kernstrategien dürften bei einer Verkaufswelle in einem risikobestimmten Markt einen größeren Spielraum für eine Outperformance bieten", so der Anlagestratege.

MBS: Ist es schon wieder soweit?
Auf sektorspezifischer Ebene sind Sorgen über die Bewertungen und die Absicht zur Risikoverminderung ebenfalls deutlich erkennbar: Der Pimco-Umfrage zufolge planen viele Kunden, die Allokationen in Märkten für Investment-Grade-Unternehmensanleihen, High-Yield-Anleihen und Anleihen aus Schwellenländern zu vermindern.

"Da Unternehmensanleihen immer noch eine der wenigen Renditequellen sind, haben Anleger, die Erträge generieren wollen, allerdings nur wenige Optionen", warnt Blute. Eine mögliche Lösung seien – man lese und staune – hypothekenbesicherte US-Wertpapiere. (fp)