Er zählt sicher zu den schillerndsten und umstrittensten Investoren im deutschsprachigen Raum. Der legendäre Finanzjongleur Florian Homm (Spitzname "Der Plattmacher"), der zwischenzeitlich von mehreren Behörden strafrechtlich verfolgt und auch vorübergehend inhaftiert worden war, machte zuletzt als Autor von sich reden. In seinem 2016 veröffentlichten Buch "Endspiel" setzt Homm zum verbalen Rundumschlag gegen Zentralbanken, Staaten und internationale Wirtschaftsinstitutionen an und warnt eindringlich vor dem drohenden Untergang des globalen Finanzsystems.

Offenbar scheint Homm zwischenzeitlich neue Crash-Argumente gefunden zu haben. In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" (WamS) kündigt er für November den Start eines neuen Börsenbriefs namens "Florian Homm Long & Short" an. Darin will er nicht nur regelmäßig auf neue Absturzgefahren hinweisen, sondern auch konkrete Firmen benennen, deren Anteilscheine seiner Analyse nach am Abgrund stehen. Er wolle all jene Unternehmen aussortieren, die verschuldet oder schlecht gemanagt seien, so Homm. "Es braucht diese kreative Zerstörung, damit die guten Unternehmen florieren", begründet er seine Strategie.

Neuer Fonds in Aussicht
Damit nicht genug: Im WamS-Gespräch stellt Homm zudem die Gründung eines neuartigen Investmentfonds in Aussicht, der Kursgewinne auch für den Fall einer massiven Korrektur an den Börsen verspricht. "Das Finanzsystem steht vor einer fetten Krise. Die Frage ist nicht, ob das erneut geschieht, die Frage ist nur, wann es geschieht", so seine düstere Prophezeiung. (ps)