Es hat sich seit längerem abgezeichnet, und der Trend scheint kaum aufzuhalten zu sein: Der durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) voll regulierte Alternative Investmentfonds (AIF) ist durch die strenge Regulierung ins Hintertreffen geraten. Auf der Überholspur befinden sich Vermögensanlagen beispielsweise in Form von Direktinvestments, die zwar inzwischen auch reguliert sind, aber mit weniger Aufwand als AIF betrieben werden können.

Nach Angaben der Ratingagentur Scope kamen im vergangenen Jahr 29 Publikums-AIF auf den Markt. Das sind zwar drei Fonds mehr als 2016. Allerdings beträgt das prospektierte Eigenkapitalvolumen der 2017 emittierten Fonds "nur" 705 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr davor ist das ein Rückgang um rund 35 Prozent.

Sachwertinvestments: Emissionstätigkeit 2017

Die Anbieter von Vermögensanlagen legten 2017 laut Scope insgesamt 73 Produkte mit einem Emissionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro auf. Gegenüber 2016 nahm das Angebot damit um zwölf Prozent zu, das zu platzierende Kapital stieg sogar mindestens um ein Fünftel. Spitzenreiter sind Unternehmensbeteiligungen insbesondere mit Windparks, Direktinvestments und Nachrangdarlehen. (ae)