Sowohl in Deutschland als auch in Österreich ist die Aktienkultur unterentwickelt, erklärt die Schoellerbank. Das führt auch dazu, dass die Aktienindizes in beiden Ländern überwiegend in der Hand ausländischer Investoren sind: So gehören 32,6 Prozent der Firmenanteile im deutschen Dax US-amerikanischen Investoren, weitere 19 Prozent entfallen auf britische Anleger. Die Deutschen selbst halten nur 17,1 Prozent am Dax, und das meist auch nur indirekt über Fonds. 

Beim österreichischen ATX wiederum liegt der Anteil US-amerikanischer Investoren nach Schoellerbank-Ermittlungen bei 27,7 Prozent, während der Anteil österreichischer institutioneller Investoren zuletzt von 21,9 auf 19,6 Prozent gesunken ist. Weitere gewichtige Investoren-Herkunftsländer beim österreichischen Kursanzeiger sind laut Schoellerbank Großbritannien mit einem Anteil von 13,3 Prozent und Norwegen mit 7,3 Prozent – wobei diese letztgenannte Zahl vorwiegend auf das Konto des norwegischen Staatsfonds geht. 

Amerikanisches Geld dominiert die Märkte
Geld aus den USA dominiert heute die weltweiten Aktienmärkte, erklärt die Schoellerbank. Die hohe Beteiligung von US-Anlegern auch an europäischen Aktiengesellschaften führe unter anderem dazu, dass sich die Anlageexperten der Schoellerbank in der Finanzanalyse primär mit dem Verhalten der US-Anleger und nicht mit der Stimmung inländsicher Geldgeber auseinandersetzen. "Das Verhalten der europäischen Investoren spielt, mit wenigen Ausnahmen wie etwa jenem der Behörden in Norwegen, eine tendenziell untergeordnete Rolle auf den Weltaktienmärkten", heißt es dazu. (fp)