Dem digitalen Bezahlen wird in Schweden so ausgiebig gefrönt wie in kaum einem anderen europäischen Land. Das Bargeld droht in dem nordischen Staat allmählich auszusterben – zum Unmut eines wachsenden Teils der Bevölkerung, der befürchtet, sich so angreifbar zu machen für Hacker. Nun will sogar das Parlament gegensteuern, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ): Der zuständige Parlamentsausschuss hat eine Bargeld-Pflicht für Banken mit mehr als 70 Milliarden Kronen (rund sieben Milliarden Euro) Kundeneinlagen vorgeschlagen.

Rund 99 Prozent der Kunden großer Banken sollen in Schweden innerhalb von 25 Kilometern um ihren Wohnort die Möglichkeit haben, an Bargeld zu kommen – ob an einem Geldautomaten, bei einem Händler oder bei einer Bankfiliale ist dabei egal.

Mehr als ein Vorschlag ist das bislang nicht. Der Schwedische Bankenverband hat laut Bloomberg trotzdem schon einmal protestiert: Es sei unfair und widerspreche EU-Recht, nur große Banken zur wohnortnahen Bargeldversorgung zu verpflichten. (fp)