Deutschland ist der wahrscheinlichste Gewinner der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft, prognostiziert die Schweizer Bank UBS. Das Chief Investment Office der Geldhauses hat für diese Prognose ökonometrische Methoden angewandt, wie sie üblicherweise zur Beurteilung von Anlagemöglichkeiten verwendet werden. Den Simulationen zufolge liegt Deutschland im Rennen um den Titel mit einer Wahrscheinlichkeit von 24 Prozent vorne.

Auch Brasilien und Spanien haben mit 19,8 beziehungsweise 16,1 Prozent gute Chancen, das Turnier zu gewinnen. Gastgeber Russland tritt in der schwächsten Gruppe an und wird laut UBS-Prognose wohl ins Achtelfinale einziehen, sich dort aber wahrscheinlich Spanien oder Portugal geschlagen geben müssen. Der Studie zufolge verliert Russland gleich doppelt: Die Autoren gehen nicht davon aus, dass die WM dem Land bedeutende Wirtschaftsimpulse geben wird.

Investoren können von Fußballern lernen 
Die Autoren der Studie sehen deutliche Parallelen zwischen Fußball und Finanzmarkt. "Anleger können von erfolgreichen Fußballmannschaften viel lernen", erklärt Michael Bolliger, Schwellenländer-Experte der UBS. "Das Streben nach Agilität, der Aufbau eines vielfältigen Pools von Talenten und auch die Fähigkeit, unter Druck Ruhe bewahren – dies alles sind Tugenden, die erfolgreiche Teams und erfolgreiche Anleger gleichermaßen auszeichnen." (fp)