Die Wachstumsdynamik schwächt sich allmählich ab, aber der globale Wirtschaftsaufschwung ist noch nicht am Ende, schreiben die Analysten von Semper Constantia in einer Studie. Zwar haben sich die Aussichten für die USA inzwischen leicht eingetrübt. In Europa wiederum belastet der Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten die Wirtschaft. Die soliden Fundamentaldaten vieler Unternehmen und die immer noch solide Konjunktur stimmen aber zuversichtlich für zyklische Assetklassen.

Aktien bleiben nach Einschätzung der österreichischen Privatbank die attraktivste Anlageklasse. Auf kurze Sicht dürften die Kurse zwar nicht mehr so stark steigen wie bisher. Vor allem bei US-Titeln rechnen die Analysten mit zunehmender Volatilität und weniger starken Kurszuwächsen. Mittelfristig dürften aber die Wirtschaftsdynamik und die soliden Unternehmensgewinne wieder in den Fokus rücken und für weitere Kurssteigerungen sorgen.

Polit-Turbulenzen zum Einstieg nutzen
Die Rentenmärkte befinden sich in einem Spannungsfeld aus steigender Inflation, schwächerem Wirtschaftswachstum und politischen Risiken. In diesem schwierigen Umfeld ergeben sich allerdings auch Chancen, etwa bei US-Staatsanleihen. Auch bei Unternehmensanleihen und Schwellenländer-Bonds können Einstiegsgelegenheiten entstehen – etwa durch Korrekturen, die nicht fundamental begründet sind, sondern wegen Konjunktursorgen und politischer Risiken auftreten. (fp)