Die Europäische Zentralbank hat Anfang Mai das Aus für den 500-Euro-Schein beschlossen, Ende 2018 soll er von der Bildfläche verschwinden. Zudem erwägt die deutsche Bundesregierung eine Obergrenze für Barzahlungen in Höhe von 5.000 Euro. Während in anderen Ländern – in zwölf der 28 EU-Staaten gibt es bereits Beschränkungen von Zahlungen mit Schein und Münze – diese Bestrebungen eher mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen werden, gingen in Deutschland die Emotionen hoch. Bereits Mitte Mai, unmittelbar nach dem Beschluss zum Ende des 500-Euro-Scheins, versammelten sich in Frankfurt zahlreiche Bundesbürger zur ersten Kundgebung "Finger weg vom Bargeld!", erst vor wenigen Tagen folgte die zweite Demonstration.

Doch warum hängen die Deutschen so am "Hartgeld"? Eine Studie der ING-Diba ging dieser Frage nach. Viele Menschen in der Bundesrepublik sehen den Rückzug des Bargelds mit Sorge – aus Angst vor...

  • Überwachung und Datenverlust
    Digitale Kartenzahlungen generieren ständig Daten und digitale Informationen, die – wenn missbräuchlich genutzt – potenzielle Informationen über den Zahlenden beinhalten.
  • "Staatlichem Diebstahl” durch Negativzinsen
    Eine Reduktion des Bargelds, so wird argumentiert, ermögliche der EZB die konsequente und lückenlose Einführung von Minuszinsen, und damit den (staatlichen) Zugriff auf Privatvermögen und deren Teilenteignung.
  • Betrug und Cyber-Kriminalität
    Kartenzahlungen bergen, so die Argumentation, das permanente Risiko von Fehlern, Manipulationen und digitalem Betrug.

Weitere Details zur Studie sowie Gründe, warum die Deutschen ihrem Bargeld die Treue schwören, finden Sie in unserer Fotostrecke. (mb)