In Bezug auf die Höhe der verwalteten Assets ziehen US-Anbieter ihren europäischen Konkurrenten immer stärker davon. Vor diesem Hintergrund hatte sich Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands BVI, schon bei der diesjährigen Asset Management Konferenz seines Verbands besorgt gezeigt in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Asset-Management-Branche. Im Interview in der aktuellen Heftausgabe von FONDS professionell hat Richter seine Bedenken noch einmal ausführlich erläutert. Er erklärt zudem, was man dieser für die Anbieter der alten Welt regelrecht bedrohlichen Entwicklung entgegensetzen müsste.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Gesprächs war das Thema Regulierung, die speziell die Fondsbranche nach wie vor in Atem hält. Dem BVI ist nicht nur die ab 2020 drohende Verwirrung beim Kostenausweis für Fonds ein Dorn im Auge, auch die Initiative der EU-Kommission, die Aufsicht über Investmentfonds stärker unter dem Dach der europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA zu zentralisieren, stößt auf wenig Gegenliebe bei Verbandschef Richter.

Im Interview erklärt er zudem, warum er die Einführung eines Staatsfonds für nicht zielführend hält und stattdessen dafür plädiert, am bewährten Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge festzuhalten, sprich die Riesterrente weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang spricht sich Richter zudem für die Abschaffung der Garantiepflicht bei Riester aus, weil es nur so möglich werde, auch bei Riester stärker in Aktien zu investieren. (hh)


Das vollständige Gespräch mit dem BVI-Chef lesen Sie in der aktuellen Heftausgabe 4/2018 von FONDS professionell ab Seite 284. Angemeldete FONDS professionell KLUB-Mitglieder können den Beitrag auch hier im E-Magazin abrufen.