Digitale Instant-Zahlungen sind die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Zahlungsdienstleisters Heidelpay unter rund hundert Branchenkennern. Die Befragten erwarten dabei weder von Internet-Riesen wie Google noch von Kreditkartenanbietern trag- und zukunftsfähige Lösungen. Gerade einmal 13 Prozent sehen Firmen wie American Express in der Lage, Banken und Spezial-Dienstleistern im Payment-Wettbewerb Paroli zu bieten.

Speziellen Payment-Service-Providern sagen 35 Prozent der Befragten eine goldene Zukunft voraus, gefolgt von Fintechs mit 32 Prozent. Dazu passt, dass die Befragten mit deutlich anziehenden Online-Bezahlumsätzen rechnen. Mehr als 60 Prozent gehen davon aus, dass die Online-Umsätze zwischen 20 und 50 Prozent steigen werden. Ein Viertel der Befragten rechnet mit einer Steigerung um mehr als 50 Prozent.

Kauf und Zahlung verschmelzen
Schon in fünf Jahren wird die klassische Überweisung tot sein, abgelöst von digitalen Instant-Payments. Dessen sind sich rund drei Viertel der Studienteilnehmer gewiss. Weitere zwölf Prozent geben der Überweisung immerhin noch zehn Jahre. "Drei Tage Banklaufzeit ist im Zeitalter des E-Commerce ein Anachronismus", kritisiert Heidelpay-Chef Mirko Hüllemann. "Kauf und Zahlung sind in der Wahrnehmung der Verbraucher längst ein Prozess, in den diese Verzögerung nicht mehr passt." (fp)