Das Misstrauen von professionellen Investoren gegenüber nachhaltigen Kapitalanlagen ist groß. Gleichzeitig ist die Mehrheit der Institutionellen jedoch überzeugt, dass dieses Anlagekonzept in den nächsten fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Fondsanbieters Schroders Institutional, für die 500 hauptberufliche Anleger befragt wurden.

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) aller Befragten – darunter Pensions- und Staatsfonds sowie Stiftungen – gaben an, dass nachhaltiges Anlegen für sie nach wie vor eine Herausforderung darstelle. Demgegenüber sind nur 23 Prozent der Investoren der Meinung, nachhaltige Anlagestrategien seien unkompliziert.

Besonders in den Bereichen Wertentwicklung, Transparenz und Risiko von nachhaltigen Anlagen äußerten die Befragten Bedenken. Fast die Hälfte (44 Prozent) aller Investoren weltweit bezeichnete "Bedenken bei der erwarteten Wertentwicklung" als Hinderungsgrund für nachhaltige Investments. Viele zeigten sich von den langfristigen Renditeaussichten des Anlagekonzepts nicht überzeugt. Auf einen "Mangel an Transparenz und Berichtsdaten" beriefen sich 41 Prozent der Investoren, während 28 Prozent "Schwierigkeiten bei der Risikobewertung und -steuerung" als ein Hindernis bezeichneten, das langfristigen Investments im Wege stehe.

Nachhaltige Anlagen werden an Bedeutung gewinnen
Die Herausforderungen sind offenbar vor allem in Asien groß: Hier berichteten 82 Prozent der Anleger von Schwierigkeiten, während es in den USA nur 68 Prozent waren. Trotz dieser Bedenken waren 67 Prozent der Investoren weltweit der Überzeugung, dass nachhaltige Anlagen in den kommenden fünf Jahren an Bedeutung gewinnen werden. In Lateinamerika waren sogar 85 Prozent dieser Meinung, während in Asien weniger als zwei Drittel (59 Prozent) diese Ansicht teilten. Bemerkenswert: Weltweit 20 Prozent der Investoren sind bislang nicht von nachhaltigen Anlagekonzepten überzeugt. In Lateinamerika liegt dieser Anteil sogar bei 29 Prozent, während in Europa die Skepsis mit nur 15 Prozent am geringsten ausgeprägt ist. (fp)