Bereits zum 60. Mal befragte Kantar TNS im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren zu ihrem Sparverhalten. Wesentlichstes Ergebnis: Das Wohneigentum ist das einzige Sparmotiv, das in der Gunst der Deutschen im Sommer 2017 zulegen konnte. Klarer Verlierer ist das Sparen für den späteren Konsum.

Vorsorgen statt Konsumieren
Unverändert auf Platz eins der Sparmotive befindet sich die "Altersvorsorge" mit 58 Prozent der Nennungen. Das Sparmotiv "Konsum" verzeichnet einen Rückgang um sieben Prozentpunkte (54%) und liegt damit auf Platz zwei. Gewinner der Sommerumfrage 2017 ist das Sparmotiv "Wohneigentum". Es konnte um vier Prozentpunkte auf 46 Prozent zulegen und damit Rang drei deutlich festigen.

"An zweckgerichtetem Vorsparen führt kein Weg vorbei"
"Die jüngsten Debatten um die Zukunft der Rente haben den Wert des mietfreien Wohnens im Alter wieder verstärkt ins Bewusstsein gerückt", sagt Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Privaten Bausparkassen. "An einem zweckgerichteten Vorsparen führt dabei kein Weg vorbei, will man später nicht in eine Schuldenfalle geraten."

Beim Sparmotiv "Kapitalanlage", bei dem Investmentfonds, Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Kapitallebensversicherungen eine Rolle spielen, gibt es einen Rückgang um zwei Prozentpunkte auf 27 Prozent. Der Vertrauensverlust, der sich hier nach Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 zeigte, ist damit – auch bedingt durch die aktuelle Niedrigzinsphase – keinesfalls überwunden. In den Jahren 2006/2007 nannten im Schnitt immerhin noch 44 Prozent dieses Sparmotiv.

Keine Änderung gegenüber der Frühjahrsumfrage ergab sich bei den Sparmotiven "Ausbildung der Kinder" und "Notgroschen". Beide erreichen erneut jeweils drei Prozent. (mb)